Kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz- Wirtschaftsfaktor Tourismus
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Kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz Wirtschaftsfaktor Tourismus

In den haushaltsrechtlichen Gliederungen der kommunalen Haushaltsplänen gibt es klare Vorgaben, an welchen Haushaltsstellen „Tourismus“ zu veranschlagen und zu verbuchen ist. Im langjährig praktizierten kameralistischen Buchungssystem fand Tourismus unter 10 Einzelplänen im Einzelplan 7 Öffentliche Einrichtungen, Wirtschaftsförderung Haushaltsstelle 7900 Fremdenverkehr statt. In der Doppik (Neues Öffentliches Haushalts- und Rechnungswesen) ist Tourismus bei 17 Produktbereichen dem Produktbereich 15 Wirtschaft und Tourismus – Produkt 5751 zugeordnet. Obwohl auch andere Einrichtungen wie z.B. Theater, Museen, Bäder oder Grünanlagen touristische Bedeutung haben, werden diese in den jeweiligen Einzelplänen oder Produktgruppen veranschlagt und verbucht. Eine unter touristischen Gesichtspunkten ganzheitliche Betrachtung der einzelnen Produktgruppen findet nicht statt. Vielfach wurde aber der gesamte Tourismusbereich in entsprechende Organisationsformen übertragen und aus dem Haushalt ausgelagert.

Unbestritten ist, dass Tourismus für Kommunen oft wichtigste wirtschaftliche Grundlage ist. Für Tourismusgemeinden in häufig strukturschwachen ländlichen Räumen mit wenig Industrie und Gewerbe ist Tourismus sogar meist die einzige Überlebenschance. Trotzdem wird seit Jahren auf kommunaler Ebene bei Haushaltsberatungen immer wieder über den touristischen Stellenwert diskutiert und die kommunale Zuständigkeit in Frage gestellt. Erschwerend dazu kommt, dass bei Haushaltsproblemen ein finanzielles Engagement im Tourismus gegenüber den Aufsichtsbehörden besonders begründet werden muss.

Den meisten Kommunen fehlen bisher fundierte Analysen und konkrete Ergebnisse, welche  Kosten und welchen Nutzen Tourismus tatsächlich in den kommunalen Haushalten und Wirtschaftsplänen verursacht. Vielfach fordern bis heute im Zuge der Haushaltsgenehmigung die Aufsichtsbehörden den Nachweis über den  tatsächliche Stellenwert und die Bedeutung von Tourismus als Wirtschaftsfaktor. Dies führte dazu, dass bereits 2011 im Rahmen des OSV- Sparkassen-Tourismusbarometers modellhaft an 10 Pilotgemeinden vom dwif der „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ und in Kooperation von HPC die dazu gehörige „Kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz (KKNB)“ entwickelt und untersucht wurden. Gerade die KKNB lieferte erstmals nach einer ganzheitlichen Haushaltspotentialanalyse aller Einzelpläne bzw. Produktbereiche die entsprechenden Zahlen und Aussagen.

Weit über 60 zufriedene Kommunen und Tourismusorganisationen von der kleinen Tourismusgemeinde über Heilbäder und Kurorte bis zu Landeshauptstädten bundesweit benutzten bisher erfolgreich die Ergebnisse ihrer „Kommunalen Kosten-Nutzen-Bilanz“ als Argumentationshilfe und Entscheidungsgrundlage bei kommunalpolitischen Diskussionen um die Bedeutung und den Stellenwert des Tourismus auf örtlicher und überörtlicher Ebene.

Durch die finanziellen Schäden und Auswirkungen der Corona-Krise ist es notwendiger denn je, die haushaltsrechtliche und wirtschaftliche Bedeutung der „Freiwilligen Aufgabe Tourismus“ zu dokumentieren. Das letzte, vor der Corona-Krise abgeschlossene Haushalts-Rechnungsjahr 2019 wird dabei als Basis-Vergleichsjahr für die Haushaltsjahre 2021-2022 richtungsweisend sein.

Ganzheitliche Haushaltspotentialanalyse- Leistungsinhalte 

Tourismus – auch im Verbund mit City- und Stadtmarketing, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung – erfordert eine ganzheitliche Vorgehensweise. Eine Erfassung aller im Haushalt aufgeführten Produktgruppen sowie die Analyse der Wirtschaftspläne kommunaler Unternehmen sind notwendig. In allen Produktgruppenbereichen werden auf Basis der jeweiligen Struktur- Haushalts- und Tourismusdaten die touristisch bedingten prozentualen Anteile im Ertrags- und Aufwandsbereich berechnet, das „öffentliche Interesse“ der einheimischen Bevölkerung wird dabei berücksichtigt. Besondere Bedeutung erhalten die erstmals durchzuführenden Berechnungen touristisch bedingter Anteile an den Steuereinnahmen und Konzessionsabgaben, da sie positiv das Bilanzergebnis beeinflussen. Erläutert werden auch die durch die Pandemie bedingten über- und außerplanmäßigen Ausgaben. Die wichtigsten Parameter von Haushalts- und Tourismusdaten werden tabellarisch aufbereitet. In einem Modul „Tourismusintensität“ werden die wichtigsten Haushaltsdaten – auch mit Einbeziehung der Untersuchungsergebnisse des dwif „Wirtschaftsfaktors Tourismus“ – zusammengestellt und verglichen. Sie fließen in eine abschließende Kurzbewertung als Ergebnis der „Kommunalen Kosten-Nutzen-Bilanz“ mit ein.

Die „Kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz“ ist für jede Tourismusgemeinde ein „notwendiges Muss“!

Nähere Informationen:

Flyer: dwif – Kosten-Nutzen-Bilanz
Kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz: Unsere Kunden

dwif-Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“

Die dwif-Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ liefert Fakten zur ökonomischen Bedeutung des Tourismus auf kommunaler und regionaler Destinationsebene. Sie erfasst die Gesamtheit der touristischen Nachfrage, nicht nur die veröffentlichten Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben. Wesentliche Schwerpunkte sind die Quantifizierung des Tagestourismus, die Berechnung der Aufenthaltstage, Ermittlung der Ausgaben und Umsätze inkl. der Darstellung profitierender Branchen, Einkommenswirkung, Beschäftigungseffekte und Steueraufkommen:

Flyer: dwif – Wirtschaftsfaktor Tourismus


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