Aktuelles

Machbarkeitsstudie für Kulturhaus Bischofswerda
Das traditionsreiche Kulturhaus in der Großen Kreisstadt Bischofswerda hat eine wechselvolle Geschichte. Es hat Höhen und Tiefen durchlebt. Bis zum heutigen Tag hat es- unabhängig von seinem jetzigen wenig akzeptablen Bauzustand- für viele Einheimische eine große emotionale Bedeutung. Aus diesem Grunde wird seit Jahren ausführlich in der Presse über die jeweils wechselnden Besitzer, die verschiedensten Angebots- und Bewirtschaftungsvarianten und den jeweiligen Gebäudezustand berichtet und diskutiert. Um dem zunehmenden baulichen Verfall des Gebäudekomplexes entgegenzuwirken, macht sich die Stadt Bischofswerda Gedanken über eine zukünftige, nachhaltige Nutzung des Kulturhauses. Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung einer "Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Kulturhauses Bischofswerda zu einem Verwaltungs-, Kultur- und Konferenzzentrum in kommunaler Trägerschaft" wurde HPC aufgefordert, ein Angebot abzugeben.

Da Gebäude - und Flächenkennziffern, Planungsvorschläge sowie betriebswirtschaftliche Aussagen und kommunale Beteiligungsmöglichkeiten wesentliche Grundlagen für ganzheitliche Lösungsansätze sind, wurde für die Angebotserstellung eine Arbeitsgemeinschaft mit dem regional ansässigen Architektur- und Ingenieurbüro "bauplanconcept ingenieure gmbH" aus Neukirch /Lausitz, der dwif- Consulting GmbH, München sowie HPC, Berlin gebildet. Diese erhielt den Zuschlag. Bis Sommer 2019 wird in Begleitung und Unterstützung durch eine Steuerungsgruppe und in mehreren Workshops ein ganzheitliches Konzept erarbeitet, das die Machbarkeit für eine künftig sinnvolle und nachhaltige Nutzung des Kulturhauses aufzeigen soll.


Regionale Identität im Tourismus - kommunale, touristische Leitbilder jetzt auch in Mundart
Zunehmende Bedeutung gewinnt sowohl bei Gästen als auch bei Einheimischen die regionale Identität in den touristischen Destinationen Die regionale Kultur, das Brauchtum, landschaftsbezogene, regionale Architektur, regionale Produkte und auch die regionale Mundart werden bewusst erfolgreich vielfach schon in den Vordergrund gestellt.

Bayerische Mundart- "Bairisch"- ist schon lange in. Schwarzwaldhäuser, Schwarzwälder Schinken und alemannisch prägen genauso die herrliche Schwarzwaldlandschaft genauso wie der "Pälzer Woi" und die "Pälzer Lewwerworschd" die Pfalz mit ihren vielseitigen Urlaubsdestinationen.- Die derzeitige Diskussion um die Auswirkungen des "Overtourism" und der Hype um die Begriffsdefinition "Heimat" waren auch Gesprächsstoff bei der Erstellung der touristischen Entwicklungskonzepte des traditionsreichen badischen Kur- und Wallfahrsortes "Todtmoos 2030" und der pfälzischen Weinbaugemeinden "St. Martin 2030" und "Kirrweiler 2026". Die jeweils beteiligten Arbeitsgruppen legten großen Wert auf die Regionalität, Authentizität und besonders in diesem Zusammenhang auch auf ihre jeweilige Muttersprache, den Alemannischen und den Pfälzer Dialekt. Dies führte dazu, dass die kommunalen und touristischen Leitbilder nicht nur im üblichen hochdeutsch erstellt, sondern jeweils auch in alemannisch und pfälzerisch übersetzt wurden. Begeistert wurde dies von der einheimischen Bevölkerung, vor allen Dingen auch von den touristischen Leistungsträgern aufgenommen. Die in zahlreichen Betrieben plakatierten Mundart-Leitbilder erfahren eine besondere Aufmerksamkeit durch die Gäste.

Heilklimatischer Kurort- Wallfahrtsort Todtmoos 2030: Wer simer? Wer wemmer sii?

Weinbau-staatl. anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde Kirrweiler 2026: Wer simmer und was wemmer sei



Tourismus im kommunalrechtlichen Spannungsfeld
Seit Jahren befinden sich Tourismusorte oder prädikatisierte Kurorte bei Haushalts- und Finanzproblemen in der Diskussion mit der Kommunalaufsicht. Im Spannungsfeld zwischen den sogenannten "Pflichtaufgaben" und Tourismus als "Freiwillige Aufgabe" wird den Kommunen auferlegt, Aktivitäten im Tourismusbereich zu kürzen oder gar einzustellen.

Gerade bei prädikatisierten Kurorten kann eine solche Vorgehensweise fatale Folgen haben, da die Gemeinden zur Aufrechterhaltung ihres Prädikates verpflichtet sind, bestimmte Einrichtungen vorzuhalten und touristische Aktivitäten vor Ort mit zu initiieren und sich dabei mit zu beteiligen. Unbestritten ist, dass Tourismus die Gemeinden nicht nur Geld kostet und immer nur defizitär ist, sondern dass er auch für viele Kommunen - gerade im Ländlichen Raum - der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist. Seit Jahren führt das dwif in Zusammenarbeit mit HPC mit seinen Untersuchungen zum Wirtschaftsfaktor Tourismus und seinen jeweiligen kommunalen Kosten-Nutzen-Bilanzen den Nachweis, dass Tourismus nicht nur die wichtigste Einnahmequelle - oft mit positivem Ergebnis-, sondern auch direkte Wirtschaftsförderung darstellt.

Aufgrund dieser zahlreichen bundesweiten Erfahrungswerte fordert HPC seit längerem, Tourismus wenigstens bei prädikatisierten Kurorten als "Freiwillige Pflichtaufgabe" im Kommunalrecht zu werten.

Tourismus als Pflichtaufgabe für Gemeinden

Bayerischer Heilbäder-Verband und DEHOGA Bayern fordern Kompetenzzentrum für Tourismus und Tourismus als Pflichtaufgabe für Gemeinden.
https://www.bayerischer-heilbaeder-verband.de/bayern-braucht-eine-zukunftsoffensive-tourismus


Wirtschaftsfaktor Tourismus - Die Lösung
dwif e.V. und dwif Consulting GmbH haben eine Basisstudie "Wirtschaftsfaktor Tourismus" entwickelt. HPC als dwif-Kooperationspartner hat ergänzend dazu das Modul "Kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz" entwickelt. Individuell und ortsbezogen werden damit folgende zwei Themenbereiche erfasst und analysiert:

Basisstudie Wirtschaftsfaktor Tourismus
Erfassung der touristischen Eckdaten, Ermittlung der touristischen Aufenthaltstage, touristische Umsätze in den unterschiedlichen Marktsegmenten und deren Bedeutung, Gesamtbruttoumsatz, Beschäftigungs- und Steuereffekte, Gesamtzusammenstellung mit ausführlicher Erläuterung

Kommunale Kosten-Nutzen-Bilanz (Auswertung kommunaler Kennziffern)
Erfassung allgemeiner örtlicher Strukturdaten, Satzungs- Ortsrecht- Analysen Steuern und Tourismusabgaben, ganzheitliche Haushaltsanalyse aller Einzelpläne oder Produktbereiche-gruppen (gesamter Haushaltsplan mit Beteiligungsbericht, Wirtschaftsplänen, Bilanzen, etc.), Ermittlung-Auflistung möglicher touristischer Produktbereichs-Schnittstellen mit prozentualen Anteilen im Ertrags-Aufwandsbereich, Gesamtzusammenstellung Kosten-Nutzen-Bilanz, Kurzbewertung Stellenwert freiwillige Aufgabe- Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Kommune. Als dwif-Kooperationspartner werden derzeit für die Ermittlung des Wirtschaftsfaktors
Tourismus die Haushaltsplanzahlen - Bilanzzahlen (touristische Haushaltspotenzialanalysen) folgender Kommunen untersucht: Bad Zwischenahn, Bad Rothenfelde, Bad Salzdetfurth, Lahr/Schwarzwald, Einbeck, Bad Saulgau, Würselen, Monschau, Simmerath.